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Plauschparcours 2011
Plauschparcours vom 10. September 2011
Bericht von einer Postenhockerin und Helferin
Seit Wochen – was sag ich denn da, ich meine Monaten – wurde nun fleissig jede Menge Vorarbeit mit Sponsorensuche, Helfersuche, Einteilungen, Posten zusammenstellen, Basteln, Vorbereitungen für die Festwirtschaft, Organisation von Infrastruktur und und und geleistet. Und nun war der langersehnte Tag gekommen! Schon früh morgens trafen sich die Helfer auf dem Platz des Dreyländereggs ein und machten noch die letzten Arbeiten, damit pünktlich alles bereit für die Teilnehmer und Gäste war. Ja und ich musste feststellen, das Lebensmittelfarbe gar nicht so harmlos ist, wie sie den Anschein macht… Um etliche PET-Flaschen für einen Posten optisch zu verschönern, sollte das darin enthaltene Wasser mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden. So simpel die Aufgabe auch schien, gab ich zuwenig Acht beim Einfüllen und so waren neben einigen Bodenplatten auch bald meine Hände blutrot eingefärbt. Tja, da denkt man doch: Ist doch nur Lebensmittelfarbe, na und? Mit etwas Seife wird das ganze schon wieder weg gehen. Dem war leider nicht so und nur mit kurzfristig organisierter Spezialseife und heftigem Schrubben ging die Farbe etwas weg… Jedoch verschlechterte das Malheur auf keinen Fall meine Laune und schon bald wartete ich zusammen mit meiner Schwester und meinem Hund auf unserem Posten gespannt auf die ersten Startenden.
Eigentlich findet man es ja gar nicht so toll, wenn der Hund zuhause die eigenen Schuhe aus dem Regal räumt und vielleicht diese dann bei Gelegenheit auch noch gleich zerlegt. Aber an unserem Posten hatten die Hunde Gelegenheit ihren Schuhfetisch einmal richtig auszuleben. Auf einem zweistöckigen Regal belegt mit Schuhen, sollte der Hund den Schuh seines Frauchens bzw. Herrchens aus dem Regal holen. Man denkt vielleicht, dass dies eine leichte Aufgabe sein sollte. Jedoch merkte man schnell, dass einige Hunde die gute Erziehung nicht zuhause gelassen hatten und sich nur zögerlich oder auch gar nicht an die Schuhe trauten. Andere hatten vermutlich auch auf Grund der Wärme schon genug „gut riechende“ Schuhe um sich rum und kaum von der Leine suchten sie dann doch lieber den Schatten. Viele interessante Hundepaare besuchten unseren Posten und es war toll, diese bei der Aufgabe zu verfolgen.
Auch die anderen 9 Posten hatten doch einige Herausforderungen, die es mit dem Hund möglichst gut zu bewältigen galt. Nadia Räz hatte sich bei der Vorbereitung der Posten doch einiges überlegt, damit keine Langeweile aufkommen sollte. So musste man an einem Posten mit dem Hund Wäsche transportieren, bei einem anderen den Hund auf einer Wippe ins Gleichgewicht bringen, der Hund sollte Bälleli auf ein so komisches Brett apportieren, der Hund durfte mal auf einem Skateboard fahren, Hund musste auf einem Tischli warten bis einige Bälleli unter ihm durchrollten, mit einem Trotti und Hund an der Leine einige Runden drehen sowie Rollbrettli mit Guddelinapf an Hund vorbeiziehen, etc.
Auch wenns vielleicht am einen oder anderen Posten nicht bei allen immer super geklappt hat, denke ich doch, sollte es in erster Linie um den gemeinsamen Spass gehen. So ein Military/Plauschparcours ist ja meist auch immer eine lustige Sache, wenn man wieder auf einen Haufen Hundeverrückte Menschen trifft und mit Gleichgesinnten über Bello und Co. sich auf der Strecke, beim Warten an einem Posten oder am Schluss in der Festbeiz austauschen kann. Oh, ich glaub, ich muss mir jemanden suchen, der für mich beim nächsten Plauschparcours vom Hundesport Dreyländeregg meine Helferaufgaben übernimmt, damit ich dann mit meinem Hund auch teilnehmen kann (Freiwillige bitte bei mir melden!).
Nach einigen Stunden, die wir als Postenhockerli nun an der prallen Sonne verbracht hatten, waren wir dann schon etwas erleichtert, als wir nach dem letzten Startenden unsere Sachen zusammenpacken konnten. Auch meine Hündin Xena, welche im Schatten mit Wasser die ganze Zeit warten musste, freute sich nun auf etwas Bewegung zusammen mit Hundefreund Yukon, den wir noch von der Festwirtschaft für die Kontrollrunde geholt hatten. An dieser Stelle ein ganz grosses Lob an die Teilnehmer. Es wurde wirklich vorbildlich der Hundekot zusammengelesen und die Säckli auch in die dafür vorgesehenen Abfallsäcke entsorgt. Nach der Runde durften wir uns nun auch endlich unser wohlverdientes Mittag- bzw. mittlerweile Abendessen holen. Bei netten Gesprächen genossen wir unser Essen und warteten auf die Rangverkündigung. Bis fast zur Rangverkündigung gab es auch noch die Möglichkeit mit seinem Hund an einem der beiden oder auch beiden Platzspielen (Agilityplausch und Sechsbeinerstafette) teilzunehmen. Oder man konnte sich auch an einem der tollen Shops mit Hundezubehör etwas verweilen.
So, nun kam auch schon bald der spannende Zeitpunkt und die Rangverkündigung fand statt. Dank engagierten Vereinsmitgliedern und grosszügigen Sponsoren war auch in diesem Jahr der Gabentisch wieder reichlich gedeckt und auch der Letztplatzierte konnte noch einen vollen Sack mit tollen Präsenten mit nach Hause nehmen.
Nachdem der grösste Teil der Teilnehmer dann gegangen waren, gings noch ans grosse Aufräumen. Dank vereinten Kräften konnte doch relativ zügig ziemlich viel abgebaut, versorgt und aufgeräumt werden. Gezeichnet von dem sonnigen warmen Tag und den damit verbundenen Schweissperlen konnten sich danach auch die Helfer langsam auf den Heimweg begehen.
An dieser Stelle möchte ich auch im Namen des Hundesports Dreyländeregg noch einige Danksagungen aussprechen:
OK-Team: Herzlichen Dank für die Organisation und euren Einsatz!
Postenhockerli/Helfer: Vielen Dank für euren tollen Einsatz und/oder Unterstützung!
Sponsoren: Vielen Dank an euch, denn ansonsten hätten wir keinen so tollen Gabentisch präsentieren können (wir hoffen natürlich, dass der eine oder andere Teilnehmer euch bei seinem nächsten Einkauf berücksichtigt)!
Teilnehmer: Ja, auch euch ein Herzliches Dankeschön! Denn ohne euch, hätten wir den Anlass auch nicht durchführen können.
Und an alle, die ich noch vergessen habe speziell zu erwähnen, natürlich auch ein grosses Dankeschön! So, dass wars auch schon von mir…
Andrea Dind